Proleten auf Karton – Bericht

Gute Stimmung bei der Vernissage zur Ausstellung „Proleten auf Karton“ im kleinen Geno-Museum Hamburg am 24. März. 30 Gäste; viele mussten stehen. Arbeiterlieder, proletarische Kurzfilme, Ansprachen, Eierschecke und Wein. Der VSA-Verlag war ebenfalls präsent und verkaufte das Begleitbuch zur Ausstellung. Spontan berichtete der 88-jährige Genossenschaftler Klaus Albers, der die Ausstellungstafel zur „Pro“ verfasst hat, von seiner Zeit bei der „Pro“. Der Auftakt war also gelungen. Das Hamburger Genossenschaftsmuseum ist ein guter Gastgeber. Die Ausstellung ist im Rahmen der Öffnungszeiten Di-Do 14-17 Uhr noch bis zum 9. August zu sehen. Danach wird nicht nur die Sonderausstellung abgehängt, sondern auch die Dauerausstellung völlig neu gestaltet. — Leider hat ein „sozialdemokratischer Historiker“, dessen Namen man uns nicht nennen wollte, das Konzept unserer Sonderausstellung und des Begleitbuches nicht verstanden und sich an zwei Tafeln gestoßen. Sie seien „zu kommunistisch“. Ogottott, was in dieser Stadt ist nicht alles „zu sozialdemokratisch“. Also mal sachte, liebe Sozialdemokraten! Ich wette, dass Ihr es nicht mal fertig bringt, die am schwersten belasteten NS- und Kolonial-Straßennamen umzubenennen, die seit Jahren in der Kritik stehen. Der Herr Isermann von der Kulturbehörde hat am 24. März bei „Hamburg 1“ schon mal ordentlich gebremst, was Straßen-Umbenennungen angeht. Das Museum hat also die zwei „kommunistischen“ Tafeln (über die Novemberrevolution und jene zum Hamburger Aufstand) ausgetauscht und durch ungefährlichere ersetzt. Wir vom Kulturverein Olmo e.V. erklären noch einmal: Ausstellung und Begleitbuch geben sowohl sozialdemokratischen, kommunistischen und anarchistischen Sichtweisen Raum, auch wenn das nicht auf den ersten Blick immer sichtbar wird. Wer die ausgetauschten Tafeln kennenlernen will, sie sind im gelben Ausstellungsheft „Revolution – Demokratie – Antifaschismus“ von 2020 komplett und lesbar abgedruckt. Das Heft ist für 7 Euro bei uns bestellbar. Bei Interesse übermittelt Olmo e.V. die beiden Tafeln auch als PDF.

Facebook (Bericht und Fotos) https://www.facebook.com/rene.senenko.9/posts/pfbid02qJaaEPNsRyvTe21snecT9WLXYuHbJTHc6mTU8G4LEnxN368cZcWF7eaFaScSogQtl



Einladung

Umsomehr seid Ihr willkommen bei der Vernissage diesen Freitag um 17 Uhr zur Ausstellung „Proleten auf Karton“ im Hamburger Genossenschaftsmuseum (11. Etage Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, PDF anbei). Der Filmhistoriker Thomas Tode zeigt zwei proletarische Kurzfilme. Es gibt Häppchen, Wein und Osaft. Wer bereits eine halbe Stunde vor Beginn erscheint, kann zum Kaffee sächsische Eierschecke kosten und mit dem Fotografen Gert Krützfeldt plauschen, der in einer Vitrine urgroßelterliche Fototechnik ausgestellt hat. Nach der Filmvorführung führt René Senenko durch die Ausstellung, sofern die Platzverhältnisse das erlauben. [Email]

Informationen

Arbeitstitel Proleten auf Karton 3.0
Veranstalter/in Kulturverein Olmo e.V.
Kontakt René Senenko
Link http://www.olmoo.de
Ort Hamburger Genossenschaftsmuseum (11. Etage Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, PDF anbei)
Zeit 24.03.2023, 17:00 Uhr
Info

Kontakt

Kulturverein Olmo e.V.
http://www.olmoo.de
040 32593086
0176 4882 4919
Einverständnis checked

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